5 Lessons Learned aus dem Jahooda Projekt
Von Patrick Fritz, am 11. Mai 2009
Das Projekt Jahooda zielt darauf ab, den überbetrieblichen Austausch zu den Themen Projekt- und Prozessmanagement auf dem aktuellen Stand des Wissens zu fördern. Konzeption und Umsetzung wurden in zwei unterschiedliche Projekte aufgeteilt. Das Konzeptionsprojekt dauerte ein Jahr von Februar 2007 bis Februar 2008. Der offizielle Start des Umsetzungsprojektes erfolgte im September 2008 und ist auf 3 Jahre Projektdauer ausgelegt. Aus den bisherigen Erfahrungen habe ich 5 Lessons Learned abgeleitet:
- Trennung von Konzeption und Umsetzung: Beinahe in jedem Projekt gibt es eine Konzeptions- und Umsetzungsphase. In unserem Fall wurde sogar eine Trennung in zwei unterschiedliche Projekte vorgenommen. Dies hat sich aufgrund der relativ langen Projektdauer mehrfach bewährt. Unsere Projektpartner haben gewechselt, entsprechend haben sich auch die Stakeholder verändert. Die Projektfinanzierung wurde jeweils unterschiedlich gestemmt… usw.
- Denke schon am Anfang ans Ende: Im ursprünglichen PSP für das Konzeptionsprojekt hatten wir gute 3 Monate für das aufsetzen des Umsetzungsprojektes eingeplant. Gerade die Zusammenarbeit mit öffentlichen Geldgebern und Interessensvertretern hat uns aber gezeigt das wir bedeutend mehr Zeit einplanen hätten müssen. Wir hätten uns also (theoretisch) bereits zu Beginn der Konzeption mit dem Umsetzungsprojekt beschäftigen müssen. Faustregel: Min. 12 Monate Vorlaufzeit bei Förderprojekten!
- Projektblog: Anfang 2007 haben wir von unserem “Gestalter” die Anregung bekommen einen Blog als Kommunikationsplattform zu betreiben. Um ehrlich zu sein, wusste keiner von uns wo das Ganze genau hinführt. Inzwischen kann ich mir das Projekt ohne Jahooda Blog nicht mehr vorstellen. So können z.B. unsere Arbeitskreis-Teilnehmer die Plattform für ihr persönliches Wissensmanagement nützen (Vorträge, Videos, Präsentationen, Protokolle, Bilder).
- Kernteam: Wenn wir nicht früh ein Kernteam gebildet hätten, in unserem Fall bestehend aus zwei Personen, hätte uns so manche personelle Veränderung den Projekterfolg kosten können. Das funktioniert zum einen nur wenn sich Leute finden die sich mit den Projektzielen zu 100% identifizieren können. Zum anderen muss es unabhängig von der Projektrolle möglich sein, offen über Konflikte und mögliche Lösungswege diskutieren zu können.
- Fordere Änderung: Es gibt 3 Wege mit Änderungen (von Rahmenbedingungen, Inhalten, Zielen, usw.) umzugehen. Erstens kann ich versuchen sie zu vermeiden. Das funktioniert wirklich selten. Zweitens bleibt mir die Möglichkeit so gut wie möglich damit umzugehen. Diese Option ist ok aber wirklich zufrieden macht sie nicht. Meine Wahl ist Option 3, ich fordere Veränderungen aktiv ein! Immer nach dem gleichen Muster zu denken und handeln ist keine attraktive Lösung und hat noch NIE wirklich außergewöhnliche Resultate hervor gebracht.












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