5 weitere Lessons Learned aus dem Jahooda Projekt
Von Patrick Fritz, am 10. Juni 2009
Zum 2. Geburtstag von Jahooda 5 weitere Lessons Learned aus dem Projekt.
Die ersten 5 Lessons Learned bestehen in der Trennung von Konzeption und Umsetzung, am Anfang schon ans Ende denken, Projektblog, Kernteam und der Forderung nach Änderung. Mit diesem Beitrag schließe ich direkt an diese Punkte an:
- Aufgabe – Kompetenz – Verantwortung (AKV): Die Balance zwischen Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung ist ein Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches Projekt. Über die Aufgaben die zu erledigen sind ist man sich hoffentlich relativ schnell klar, z.B. beauftrage Referent X für Workshop Y. Bei den Kompetenzen wird es dann erstmals schwierig. Muss ich mir erst die Erlaubnis einholen für Referent X €1000 auszugeben, oder DARF ich das selbst entscheiden? Die Verantwortungsfrage setzt der Geschichte die Krone auf. Wenn alles gut läuft kein Problem. Wenn etwas nicht ganz so gut läuft kann es zum Problem werden. Wer übernimmt die Verantwortung wenn Referent X die Erwartungen nicht erfüllt hat? Wie sehen die Konsequenzen aus? AKV müssen in Balance sein, um eine Projektrolle professionell ausfüllen zu können. Mehr im Methodentipp: AKV-Matrix.
- Finanzierung: Meinen Arbeitsplatz würde es wohl nicht mehr geben, wenn nicht über Zusatzeinnahmen die Finanzierung sichergestellt hätte werden können (ist das Deutsch?). Jetzt werdet ihr sicher sagen, ist doch klar, Puffer einplanen! Was aber tun wenn das Projekt EIGENTLICH durch ist, der Vertrag sich aber über ein Jahr zieht? Wenn es irgendwie geht empfehle ich euch ein dickes Polster anzulegen oder nicht nur von einem Geldgeber abhängig zu sein. Förderprojekte sind eben was ganz Besonderes.
- Coaching: Coaching! Wer braucht das den? Wir haben innerhalb von 2 Jahren zwei externe Coachings in Anspruch genommen. In beiden Fällen hat es sich mehr als bezahlt gemacht. Ich rede hier nicht von tagelangen Diskussionen um nichts und wieder nichts. Sondern um konkrete Anliegen aus dem Projekt, die mit externer Unterstützung im Rahmen von 1-2h bearbeitet werden. Manchmal sieht man halt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. In solchen Fällen ist eine unabhängige Perspektive wertvoll.
- Weiterbildung: Wenn man gemeinsam in einem Projekt arbeitet, vielleicht noch über Grenzen hinweg verteilt, stellt ein gemeinsamer Wissensstand die größte Herausforderung dar. Wie machst du das mit dem und dem Ansprechpartner? Wie soll ich vorgehen bei diesem und jenem Problem? Zu diesem Zwecke haben wir bisher zwei Weiterbildungstage (Vertriebs- und Moderationstraining) für das Projektteam organisiert. In Kombination mit einem Meeting, damit alle wieder auf Stand sind.
- Kommunikation: Ja ich weiß, Kommunikation ist ein alter Hut. Dennoch schreibe ich es hin, weil es immer wieder vernachlässigt wird. Wer von euch kennt solche Situationen nicht? Ein kurzes Mail reicht doch! Sorry, ich habe den Anhang vergessen! Wie hast du das im Mail gemeint? Kannst du mir das noch mal schicken? Ist die Nachricht im Spam-Filter hängen geblieben? usw. Wenn möglich nehmt das Telefon in die Hand und redet miteinander. Noch besser ist es euch zu treffen, wenn möglich und sinnvoll!












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