Die Öffnung des Innovationsprozesses in der Praxis
Von Patrick Fritz, am 24. Oktober 2007
Quelle: P&G
Was ist eigentlich mit der “Öffnung des Innovationsprozesses bzw. Open Innovation” gemeint? Sehr einfach gesprochen steht dahinter die Erkenntnis, dass es auch intelligente Leute geben soll die nicht für das eigene Unternehmen arbeiten. So einfach hingeschrieben, so schwierig zu akzeptieren. Stellt euch einmal die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis vor:
Vielleicht gibt es Leute die aus einer völlig fremden Branche kommen und Lösungen für Probleme haben an denen ich seit Jahren arbeite? Vielleicht arbeitet mein Unternehmen an Ideen/Projekten die niemals sinnvoll genutzt werden können, die aber für ein anderes Unternehmen (womöglich einen Mitbewerber) sehr wertvoll sein könnten?
Die zentrale Frage die sich aus diesem viel zitierten Paradigmenwechsel ergibt: Wie kann ich dieses scheinbar unerschöpfliche Potential an Ideen, Wissen, Technologien, usw. für mein Unternehmen sinnvoll nutzen? Diesbezüglich möchte ich euch ein interessantes Beispiel aus Praxis zeigen. Procter & Gamble hat mit dem Programm “Connect + Develop” den Gedanken der offenen Innovation aufgegriffen und meiner Meinung nach sehr sinnvoll umgesetzt.
Wenn ihr auf die Website geht könnt ihr euch zunächst über das Programm an sich informieren. Anschließend wird sehr übersichtlich dargestellt welche Bedürfnisse P&G hat und im Gegenzug was das Unternehmen zu bieten hat. Unter anderem sucht das Unternehmen nach neuen Möglichkeiten für Sprays (z.B. Deos, Haarspray, usw.) um die bisher enthaltenen Aerosole zu ersetzten. Auf der anderen Seite bietet das Unternehmen die Möglichkeit, von den Fortschritten zu profitieren die P&G bei der Verpackungstechnologie mit Haushaltsgütern gemacht hat.
Mein Vorschlag: Seht euch das Programm genau an und überlegt euch anschließend wie eine solche Initiative in eurem Unternehmen aussehen könnte. Vergesst dabei nicht, der Kundenbegriff kann weit definiert werden, es ist also nicht notwendig exklusiv im Business-to-Consumer Bereich tätig zu sein, ebenso im Business-to-Business Geschäft gibt es Möglichkeiten (z.B. Integration von Lieferanten).
UPDATE: Weitere aktuelle Beiträge zum Innovationsmanagement sind im Blog “Innovationsmanagement 2.0” veröffentlicht.
- Wo liegen die (technischen) Innovationen der Zukunft?
- 60% der Arbeitszeit für Innovationsprojekte!
- HP Idealab – Warum nicht auch in KMUs?
- Ein kreatives Rätsel für Zwischendurch
- Podcast: “Innovationsprozess am Beispiel Stage-Gate”











60% der Arbeitszeit für Innovationsprojekte! | Jahooda
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