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Die Rolle des Projektleiters in der Entwicklung

Von Patrick Fritz, am 11. März 2009

 

Stephan Läuchli

Zur Rolle des Projektleiters einige reflektierte Aussagen/Thesen von Stephan Läuchli, langjähriger F&E-Leiter der Bircher Reglomat AG:

Projektleiter oder F&E-Leiter = Entwickler = Problem!!!

Aus Sicht von Hr. Läuchli sind Projektleitung und Entwicklungsarbeit zwei grundverschiedene Aufgabenstellungen. Wenn sich der Projektleiter berufen fühlt technische Probleme zu lösen führt dies zu Schwierigkeiten, da der Fokus auf die eigentliche Aufgabenstellung verloren geht. Ähnlich bei der F&E-Leitung, primäre Aufgabe ist es die Abteilung zu führen und nicht das lösen von technischen Problemen. Jetzt könnte man noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass es gar keinen Techniker als Projektleiter braucht. Vielleicht stimmt das sogar, aber nur solange der Projektleiter zumindest ein grundlegendes Verständnis von der Materie (=Fachkompetenz) besitzt. Darauf aufbauend rät Läuchli:

Delegiere nicht nur die AUFGABE sondern auch die KOMPETENZ, die VERANTWORTUNG kommt dann ganz von alleine!!!

Das in diesem Bereich immer noch zahlreiche Fehler gemacht werden, zeigte die anschließende Diskussion auf. Es reicht einfach nicht nur die AUFGABE (z.B. die Entwicklung von Teil X) zu delegieren, ohne die entsprechende KOMPETENZ (z.B. für die Entwicklung von Teil X wird die Technologie Y verwendet, weil…). Ziel muss es sein das der Projektmitarbeiter auch die VERANTWORTUNG für das Ergebnis übernimmt bzw. übernehmen kann.

An dieser Stelle möchte ich euch einen Blick auf die AKV-Matrix (Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung) empfehlen, um die vorhandenen Rollen in eurem Unternehmen klar zu beschreiben und langfristig zu verankern!

4 Kommentare zu “Die Rolle des Projektleiters in der Entwicklung”

Stefan Lesser

Ich vergleiche das immer gerne mit einer Filmproduktion: da gibt es zwei unterschiedliche Funktionen, die auch von verschiedenen Menschen übernommen werden – Regisseur und Produktionsleitung.

Der eine ist hauptverantwortlich für das (in diesem Fall künstlerische) Ergebnis.
Der andere ist hauptverantwortlich für den Prozess.

In vielen Projekten bekommt eine Person beide Rollen. Das kann auch gut funktionieren.
Oft ist es wertvoll, die Konflikte zwischen diesen Rollen durch die Kommunikation von zwei Menschen explizit zu machen, statt sie allein den Gedankengängen einer einzelnen Person zu überlassen.

Patrick Fritz

Ich finde das Beispiel von der Filmproduktion sehr gut, wobei ich die Sache noch breiter sehen würde. Auf einem Filmset gibt es ja für jede kleinste Aufgabe eine eigene Rolle, schau dir mal den Abspan von einem Film genau an!

Stefan Lesser

Ah, das mit dem Abspann beim Film macht mich nachdenklich:

Ist das bei anderen Projekten nicht auch so?
Viele kleine Aufgaben.
Viele Helfer, die nicht Vollzeit sondern “nur mal schnell ‘ne Kleinigkeit” beisteuern.

Nur gibt’s da keinen Abspann, wo alle aufgezählt werden.

(Nebenbei: Das Captcha hier ist zum Verzweifeln schlecht lesbar.)

Patrick Fritz

…ich werde mich um das Captcha System kümmern! Gruß

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