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Erfolgreicher “change” durch Prozessmanagement?

Von Patrick Fritz, am 11. August 2008

 

Quelle: Amazon

Kennt ihr die Pocket Power Reihe vom Hanser Verlag? Diese kleinen, handlichen “Büchlein” behandeln jeweils ein Spezialthema aus den unterschiedlichsten Bereichen. Jedenfalls habe ich kürzlich die Ausgabe “Change Management” gelesen und habe dabei einen wirklich interessanten “Sieben-Stufen-Veränderungsfahrplan” entdeckt. Sozusagen ein Kochrezept für tief greifenden (unternehmerischen) Wandel!

  • Stufe 1: Bewusstsein für Veränderungsprozess schaffen
    …durch Selbstbewertung nach EFQM
  • Stufe 2: Visionär führen und Strategien entwickeln
    …durch Balance Scorecard
  • Stufe 3: Vision und Strategie kommunizieren
    …durch integrative Kommunikation
  • Stufe 4: Kurzfristig sichtbare Erfolge planen
    …durch Projektmanagement
  • Stufe 5: Prozessorientierte Steuerung
    …durch Prozessmanagement
  • Stufe 6: Erfolge konsolidieren und Veränderung institutionalisieren
    …durch KVP und Hochleistungsteams
  • Stufe 7: Neue Verhaltensweisen kultivieren
    …durch Effektive Selbstführung

Stufe 5 finde ich persönlich natürlich besonders spannend. Change oder Wandel kann erst erfolgreich sein wenn bestehende “schwerfällige und selbstzerstörerische” Abläufe eingehend analysiert und verbessert werden. Mitarbeiter müssen dabei aktiv integriert werden, denn sie kennen die enthaltenen Potentiale am Besten.

Wenn eine größere Überarbeitung der Prozesse ansteht würde ich auf alle Fälle einen “Externen” dazu nehmen, da nur er den nötigen Abstand mitbringt um eingefahrene Verhaltensweisen zu hinterfragen. Im Rahmen der “jährlichen” Optimierung ist eine solide interne (oder auch externe) Moderation sicherlich ausreichend.

Quelle: Change Management: 7 Methoden für die Gestaltung von Veränderungsprozessen Erfolgreicher change durch Prozessmanagement?

2 Kommentare zu “Erfolgreicher “change” durch Prozessmanagement?”

Stefan

Gerade und insbesondere im Themenfeld Change Management sehe ich derartige “Pocket Guides” sehr kritisch. Denn “Kochrezept” und “tiefgreifender unternehmerischer Wandel” in einem Satz widersprechen sich für mich.

Veränderungsmanagement ist ein so komplexes, vielfältiges und umfangreiches Themenfeld, dass man eben genau mit derartigen, simplifizierenden Handlungsempfehlungen meist nicht wirklich weiter kommt. Denn hier gilt in der Regel: “Only variety can destroy variety.” (Ashby’s Law)

Sehr wohl aber sind die genannten Punkte (und auch ähnliche Listen von Erfolgskriterien bei Veränderungsprozessen) als Richtschnur und Gedankenstütze bei Veränderungsvorhaben brauchbar. Denn gegen Vereinfachung ist auch hier grundsätzlich nichts einzuwenden – im Gegenteil.

PS: Gratulation zum neuen Google PageRank 5 :-)

Patrick Fritz

Wie du sagst, als grobe “Richtschnur und Gedankenstütze” sind diese “Taschenbüchlein” schon nützlich, aber zu mehr auch nicht. Ein Blick auf das Literaturverzeichnis sagt eigentlich alles ;-)

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