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Erfolgsfaktoren für “lebende” Geschäftsprozesse

Von Patrick Fritz, am 30. Januar 2009

 

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Erfolgsfaktoren sind so eine Sache! Egal in welchem Bereich, es gibt mit Sicherheit unzählige Arbeiten dazu. Die Nachfrage scheint ungebrochen zu sein. Auf der anderen Seite sind Aufzählungen von Erfolgsfaktoren zum überwiegenden Teil von äußerst bescheidener Aussagekraft. Selten ein überraschender Punkt dabei, scheinbar “eh schon alles wissen“.

Was also tun wenn ein Student die Frage an mich richtet: Welche Faktoren haben Sie bisher aufgrund Ihrer Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsprozessen in Unternehmen identifiziert? Am einfachsten nicht weiterschreiben. Wesentlich interessanter ist es jedoch das Ganze neu anzugehen.

Meine Grundannahme lautet: Wenn eine Sache in der Praxis erfolgreich sein soll, muss sie den beteiligten Akteuren möglichst unmittelbaren NUTZEN stiften (im Gegensatz zur Wissenschaft)! Um die Sache nicht zu kompliziert zu machen betrachten wir die folgenden drei Rollen im Zusammenhang mit Geschäftsprozessen:

prozessrollen Erfolgsfaktoren für lebende Geschäftsprozesse

Welche Punkte müssen nun also gegeben sein, damit Geschäftsprozesse für die Geschäftsführung, Prozesseigentümer und Prozessmitarbeitern Nutzen stiften können?

  • Die Geschäftsführung hat den Job, wie der Name schon sagt, das Geschäft zu führen. Ausgehend von einer kraftvollen Vision (Wo wollen wir hin?) wird eine Strategie entwickelt (Wie kommen wir dahin?) die zu definierten Zielen führt. Leider sind diese Ziele zumeist nicht einer Abteilung alleine zuweisbar, nach dem Motto “lieber Vertrieb erhöhe die Kundenzufriedenheit um 15%”. Sondern sind viel mehr abteilungsübergreifend, somit sind wir bei Prozesszielen. Lange Rede kurze Sinn, Geschäftsprozesse stiften der Geschäftsführung nutzen, wenn sie dabei helfen die Strategie bzw. die strategischen Ziele in der Organisation zu verankern. Umgekehrt läuft es auf das Gleiche hinaus. Über Geschäftsprozesse und entsprechende Kennzahlen muss es der Geschäftsführung möglich sein, den Leistungsfortschritt im Sinne der strategischen Ziele zu kontrollieren.
  • Für den Prozesseigentümer gilt prinzipiell dasselbe wie oben. Des Weiteren wird durch Geschäftsprozesse für den Prozesseigentümer Nutzen gestiftet, wenn die Schnittstellen zwischen den Abteilungen klar geregelt werden. Somit werden alltägliche Reibungsverluste minimiert, die zu unnötigen Verlusten im operativen Geschäft führen. Außerdem gilt es Transparenz in die Abläufe einer Organisation zu bringen, um eine erste Grundlage für weiterführende Prozessoptimierungen zu bieten.
  • Für den Prozessmitarbeiter gelten die bisher gemachten Aussagen mehr oder weniger auch, der Fokus ist jedoch ein anderer. Prozesse bieten dem Prozessmitarbeiter Nutzen wenn sie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern einer Organisation erleichtern. Eine grundsätzliche Richtung wie Abläufe auszusehen haben muss vorgegeben werden, aber nicht auf Kosten der gewünschten Flexibilität. Der richtige Mix zwischen zentraler Vorgabe und individueller Handlungsfreiheit muss gefunden und gelebt werden.

Soviel für den Anfang, die Diskussion ist freigegeben, Ergänzungen werden sicherlich folgen…

Weitere Ressourcen:

Erfolgsfaktoren für die Einführung von Prozessmanagement

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