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Junge Stars an die Projektleiter-Front?

Von Patrick Fritz, am 6. Februar 2008

 

Projektwoche

(Quelle: Pixelio.de)

Ein aktueller Beitrag auf Focus.de stellt fest, das für die Leitung strategischer Projekte häufig Mitarbeiter vorgesehen werden „die zwar großes Entwicklungspotenzial haben, aber noch keine gereiften Führungskräfte und Projektmanager mit einem starken Rückgrat sind“. Das Motto lautet in diesem Fall: „Lass das mal den Schulz machen, dann kann er zeigen was in ihm steckt“.

Ich habe es bisher recht selten erlebt das Mitarbeiter mit relativ wenig Berufs – oder Projekterfahrung mit der Leitung von strategischen (Groß-) Projekten betraut werden. Viel eher den umgekehrten Fall, junge Mitarbeiter wollen zwar in die Projektleiter-Rolle müssen aber vor den erfahrenen Hasen weichen. Dieses Vorgehen hat aus meiner Sicht triftige Gründe:

  • Erfahrene Projektleiter werden von Führungskräften eher als gleichrangige Gesprächspartner akzeptiert
  • Sie kennen die internen (Macht-) Strukturen häufig besser und wissen deshalb wo es Sinn macht den Hebel anzusetzen
  • Langjährige Führungserfahrung in der Linie kann von Vorteil (aber auch von Nachteil) für die Leitung eines Projektes sein
  • Die üblichen “Anfängerfehler” haben altgediente Mitarbeiter schon gemacht und hoffentlich daraus gelernt
  • Der Vernetzungsgrad mit wichtigen Stakeholdern nimmt üblicherweise mit dem Dienstalter zu

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein großer Freund davon jungen Mitarbeiten Verantwortung zu übertragen, aber eben nur in angemessenen Maß. Die Leitung von Klein-Projekten oder die Verantwortung für ein Teil-Projekt in einer größeren Struktur ist mit Sicherheit die Personalentwicklungsmaßnahme schlechthin. Aber die Leitung von Gr0ß-Projekten oder Programmen halte ich aus den genannten Gründen für verfrüht. Wie entwickelt ihr eure jungen Mitarbeiter?

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