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Komplexität aus dem System nehmen

Von Patrick Fritz, am 12. März 2009

 

Komplexität aus dem System nehmen

Quelle: uni-heidelberg.de

In letzter Zeit verfolgt mich der Begriff der Komplexität, nicht zu verwechseln mit Kompliziert:

Komplexität (v. lat.: complectari = umarmen, umfassen) bezeichnet allgemein die Eigenschaft eines Systems oder Modells, dass sein Gesamtverhalten nicht beschrieben werden kann, selbst wenn man vollständige Informationen über seine Einzelkomponenten und ihre Wechselwirkungen besitzt.

(Quelle: Wikipedia)

Hier ein kurzer Jahooda-Rückblick zum Suchwort “Komplexität”, mit lesenswerten Beiträgen:

  • Ausgangspunkt für meine Überlegungen ist der Vortrag von Stephan Läuchli in dem er an die Teilnehmer appellierte, Komplexität aus dem System zu nehmen als Managementaufgabe Nr. 1 zu betrachten.
  • Hans Gronbach, Entwicklungsleiter bei Deckel Maho in Pfronten, definierte in seinem Erfahrungsbericht die Beherrschung von Komplexität in Produktentwicklung und Produktion als eine seiner Schlüsselaufgaben.
  • In einem wirklich sehenswerten Beitrag auf YouTube zeigt Peter Kruse die fünf Strategien auf, wie Menschen mit Komplexität umgehen.
  • WU Wien Professor Roland Gareis bemüht immer wieder die Definition von Projekten als komplexe Systeme.
  • Im Buch “Projektleiter-Praxis” von Hansel und Lomnitz ist zu lesen, dass sich die verwendeten PM-Methoden nach der Komplexität des Projektes richten müssen!
  • Stefan Hagen spricht das Thema “Komplexität” öfters in seinem Blog an, nicht umsonst lautet sein Motto “Simplify your Projects!”.
  • Einen Schritt weiter geht Fredmund Malik indem er Management als Umgang mit Komplexität definiert.

Was ist bei mir nach den zahlreichen Beiträgen und Gesprächen hängen geblieben? Ich versuche die Dinge so einfach wie möglich zu halten, mache sie aber auch nicht einfacher wie sie sind. Vor allem der zweite Teil des Satzes hat für mich persönlich starkes Gewicht. Ich bin sehr anfällig dafür die Dinge zu einfach zu machen, damit ich den Kontroll- und Steuerungsaufwand möglichst gering halten kann. Wer möchte keine Projekte haben in denen er arbeiten kann und nicht ständig kontrollieren und steuern muss? Auf der anderen Seite gibt es nun mal komplexe Projekte, wie z.B. die Entwicklung eines innovativen Produktes. Die Anforderungen der zahlreichen Stakeholder ändern sich schnell und beeinflussen einander. Dabei muss ein entsprechend komplexes Steuerungssystem aufgebaut werden, um mit der Komplexität auch umgehen zu können.

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