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Outsourcing von Softwareprojekten

Von Patrick Fritz, am 9. März 2009

 

Quelle: blog.nicasiodesign.com

Letzten Donnerstag habe ich im Rahmen des Arbeitskreises “Softwareentwicklung” einen Workshop zum Thema “Outsourcing von Softwareprojekten” moderiert. Dabei haben wir erstmals auf einen externen Referenten verzichtet, da in der Teilnehmergruppe (=Leiter von Entwicklungsabteilungen) langjährige Erfahrungen vorhanden sind. Von den beiden Präsentationen, aus Sicht Auftragnehmer und Auftraggeber, sind bei mir einige Punkte hängen geblieben die ich mit euch teilen möchte:

Auftragnehmer:

  • “Es ist nicht unbedingt angenehm, wenn der Kunde mit einem 120-seitigen Lastenheft kommt”. Von der gemeinsamen Erstellung der Spezifikation profitieren sowohl Auftragnehmer, als auch Auftraggeber. Der Auftraggeber wird sich über seine Wünsche /Bedürfnisse klarer; Der Auftragnehmer kann die Wünsche/Bedürfnisse besser verstehen und sich entsprechendes Domänenwissen aneignen.
  • Geographische Nähe ist ein absoluter Erfolgsfaktor für erfolgreiche Outsourcing-Projekte. Zum einen bestehen k(l)eine Sprachbarrieren, zum anderen ist ein direkter Kontakt zum Kunden (und Endanwender) möglich.

Auftraggeber:

  • Die kostengünstige Entwicklung in Niedriglohnländern ist nicht viel mehr wie ein Märchen. Ganz im Gegenteil, gesamthaft betrachtet erhöht Outsourcing den Aufwand. Einige Gründe dafür sind Einarbeitungszeit, sorgfältigere Spezifikation, Kommunikationsaufwand, Reiseaufwand, Rückführungskosten, usw.
  • Deshalb sind die Gründe für Outsourcing weniger in der Kostenseite zu sehen, sondern in anderen Bereichen: Anhaltender Fachkräftemangel in der Region, Abdeckung von Auslastungsspitzen, fehlendes internes KnowHow.
  • Laut einer Umfrage im CIO Newsletter von 2006, werden die Probleme mit SW-Qualität, Fach- und Prozesswissen, sowie Kommunikation und Abstimmung umso größer, je weiter man Richtung Osten geht.

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