Die Plattform für Projekt- und Prozessmanagement. Gemeinsam erfahren, lernen und entwickeln.

« »

Projektabbruch: John Edwards gibt auf

Von Patrick Fritz, am 30. Januar 2008

 

John Edwards

(Quelle: johnedwards.com)

Wie soeben bekannt wurde, hat der ehemalige Senator John Edwards das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten aufgegeben. Wir Projektmanager würden von einem klassischen Projektabbruch sprechen. Wikipedia meint dazu:

Projektabbruch ist die vorzeitige Beendigung eines Projektes, bevor die Projektziele erreicht sind, weil abzusehen ist, dass diese nicht oder zumindest nicht im Rahmen der für das Projekt vorgesehenen Zeit und Mittel erreicht werden können.

Was sich so einfach anhört ist es leider nicht. Allzu oft werden Projekte ausgesessen, obwohl ein Projektabbruch längst notwendig gewesen wäre. Doch warum ist das so? Eric Zayler hat sich in seinem Buch “Verspätete Projektabbruch in F&E” damit auseinandergesetzt und sieht fünf zentrale Gründe:

_Wahrnehmungsdefizite aufgrund von Wahrnehmungsschwellen: Wir sind nicht gut genug informiert.
_Wahrnehmungsdefizite aufgrund selektive Wahrnehmung: Wir sehen nur was wir wollen.
_Änderung des Zielsystems: Zum Schutz unseres Egos verändern wir die Ziele.
_Bewertungsfehler aufgrund des Sunk Cost Effekts: Die Entscheidung wird durch bereits erfolgte Zahlungen mitbestimmt.
_Bewertungsfehler aufgrund übermäßigen Optimismus: Dazu braucht es wohl keine Erklärung.

Meine Empfehlung: Nehmt Projekte her in denen es nicht so gut läuft und schaut ob einer der fünf aufgezählten Punkte zutrifft. Vielleicht ist ein Projektabbruch schon längst überfällig?

Schreiben Sie einen Kommentar: