“Projektleiter-Praxis”: Acht Merkmale für erfolgreiches Projektmanagement
Von Patrick Fritz, am 31. August 2007
Im zweiten Serienartikel zur “Projektleiter-Praxis” möchte ich euch zeigen was Merkmale für erfolgreiches Projektmanagement sind und diese anschließend kommentieren:
1. PM ist eine besondere Arbeits-, Organisations- und Führungsform.
Die Frage die für mich hinter diesem Punkt steht: Nimmst du als Projektleiter oder -mitarbeiter deine Rolle entsprechend den gestellten Anforderungen wahr? Was nützt zum Beispiel ein Projektleiter der von “oben” und von “unten” nicht akzeptiert wird.
2. PM bedeutet bereichs- und firmenübergreifende Information und Kooperation.
Entscheidend ist aus meiner der Umgang mit der Informationspolitik. Sowohl innerhalb und außerhalb des Projetteams müssen Ziele und vor allem Ergebnisse aktiv kommuniziert und tlw. auch vermarktet werden.
3. PM bedeutet hierarchiestufenübergreifende Zusammenarbeit.
Authentisches verhalten erfordert es meiner Meinung nach, auch unbequeme Wahrheiten auf den Tisch zu bringen (sofern es der Sache dienlich ist). Wie die Autoren richtig ausführen, müssen sich hierzu alle Beteiligten mit ihrem Verhältnis zu Macht und Autorität auseinandersetzten.
4. PM bedeutet Grenzen und Rollen klären, um Verbindlichkeit zu erreichen.
“Konflikte werden durch fehlendes Rollenbewusstsein häufig nicht gelöst, im Gegenteil, sie werden stabilisiert.” Auch der Projektauftraggeber muss sich in diesem Zusammenhang seiner Rolle/Verantwortung bewusst sein und dementsprechend handeln. Unklare Grenzen müssen/können nämlich nicht unbedingt vom Projektleiter geklärt werden.
5. PM bedeutet das Management von Widersprüchen.
Widersprüche können in vielfältiger Weiße auftreten. Hat die Linien- oder die Projektaufgabe Priorität? Passt die Zielsetzung des Projektes zur Strategie des Unternehmens? Ich leite ein wichtiges Projekt für das Unternehmen, dennoch sind die zentralen Ressourcen (z.B. Fachexperten) bereits mit “weniger wichtigen” Aufgaben blockiert.
6. PM bedeutet, einen Problemlösungsprozess methodisch zu gestalten.
Bitte beachten: Die verwendeten Methoden müssen sich nach der Komplexität des Projektes richten! Folglich gibt es kein optimales PM-Tool, denn die Instrumente richten sich nach Umfang und Komplexität des Projektes.
7. PM bedeutet Probleme lösen und Konflikte austragen.
Gehen sie aktive mit Problemen/Konflikten um! Es ist der Qualität der Ergebnisse mit Sicherheit nicht zuträglich, wenn ungelöste Konflikte mitgeschleppt werden. Außerdem bietet das Lösen von Konflikten ein großes Potential, die künftige Arbeitsweise im Team zu verbessern.
8. PM ist ein Lernprozess von Personen, Gruppen und der Organisation.
Spontan fällt bei mir bei diesem Punkt das Thema “lessons learned” ein. Eine Sitzung nach Projektende in der die wichtigsten Erkenntnisse festgehalten werden ist nicht schädlich und kann sich auf kommende Projekte nur förderlich auswirken.











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