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Spielregeln sind doch nur was für Kinder

Von Patrick Fritz, am 18. September 2009

 

Spielregeln sind doch nur was für Kinder

Spielregeln sind doch nur was für Kinder, oder doch nicht? Ein Vorschlag aus der Praxis für die tägliche Arbeit in Workshops und Projekten.

Wir brauchen keine Spielregeln, wird sind doch Erwachsen und wissen wie wir uns benehmen müssen. Ein schöne Annahme, die aber leider so gar nicht stimmt. Ein Beispiel gefällig? Stellt euch mal für eine kurzen Augenblick vor in einem Fußballspiel gäbe es keine Regeln. Das Tor der Heimmannschaft ist natürlich um vieles kleiner. Gelbe oder rote Karten für schwere Fouls gehören der Vergangenheit an. Gezählt wird erst ab dem dritten Tor. Ich glaube ihr wisst was ich meine. Wieso sollte das in einem Workshop oder Projekt anders sein? Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle einen Vorschlag für drei konkrete Spielregeln aus der Praxis machen:

  1. Unterschiede sind erwünscht. Was wäre ein Workshop oder ein Projekt in dem jeder Teilnehmer derselben Meinung ist? Noch schlimmer wenn keine Meinungen geäußert werden, vielleicht weil der Chef mit in der Runde sitzt.
  2. Vertrauen. Vertrauen ist der Grundsatz für eine produktive Zusammenarbeit. Macht die Arbeit an gemeinsamen Zielen überhaupt Sinn, wenn ich den Anwesenden kein Vertrauen entgegen bringen kann?
  3. Aktive Teilnahme. Wie das Wort Teilnehmer schon sagt, ich NEHME TEIL an etwas. Das heißt nicht, ich sitze bei, ich höre bei oder ich liege bei.

Ich bitte euch um eure Kommentare. Welche Regeln fehlen in der Aufzählung?

5 Kommentare zu “Spielregeln sind doch nur was für Kinder”

Eberhard Huber

4. Ausreden lassen und Zuhören

5. Zwischen Verständnisfragen und Gegenargumenten unterscheiden

beides sorgt für gelungenere Kommunikation

Andreas Reisenbauer

6. Killerphrasen wie “Das haben wir alles schon versucht, das hat noch nie funktioniert” keinen Raum lassen

Patrick Fritz

Danke @Eberhard und @Andreas. Die 3 weiteren Regeln sind aus meiner Sicht tolle Ergänzungen für die Liste. Gibt es weitere?

Ralf Hinkel

“Ich” statt “Wir” und “Man”!

Patrick Fritz

Von der Formulierung her würde das wohl nicht immer passen, aber der Hinweis ist klar.

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