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Was ist ein Prozess aus Sicht eines Informatikers?

Von Patrick Fritz, am 31. Juli 2007

 

Joachim Rohde stellt in seinem Blog die Definition eines Prozesses aus sicht eines Informatiker dar.

“Ein Prozess ist eine ausführbare Applikation die aus einem privaten virtuellen Adressraum, Code, Daten und anderen Betriebssystem Ressourcen besteht, so wie Dateien, Pipes und Synchronisationsobjekten, die der Prozess sehen kann.”

Dieses Beispiel zeigt auf wie vielfältig die Definition für einen Prozess sein kann. An dieser Stelle einige weitere Quellen, um der Sache weiter auf den Grund zu gehen:

Definition nach Rüegg-Stürm
Unter einem Prozess versteht Rüegg-Stürm, Professor für Organizational Behavior an der Universität St. Gallen, eine Menge oder ein System von Aufgaben, die in einer mehr oder weniger standardmäßig vorgegebenen Abfolge zu erledigen sind. Gleichbedeutend kann von einer Aufgabenkette gesprochen werden. Die Bewältigung dieser Kette von Aufgaben kann durch die Einbindung von Informationssystemen maßgeblich unterstützt werden. Die Wertschöpfung eines Prozesses besteht aus Leistungen an interne oder externe Kunden des Prozesses.

Definition nach Osterloh und Frost
Nach Ansicht von Osterloh und Frost beschreibt ein Prozess einen Ablauf, das heißt den Fluss und die Transformation von Material, Information und Entscheidungen. In weiterer Folge sind Geschäftsprozesse durch Bündelung, strukturierte Reihenfolge und funktionsübergreifende Aktivitäten mit einem Anfang und einem Ende, sowie klar definierten Inputs und Outputs gekennzeichnet. In diesem Sinne wird von Prozessen als „structure for action“ gesprochen.

Definition nach Franz und Scholz
Geschäftsprozesse sind, nach Franz und Scholz, eine generische Kette zwangsläufig aufeinander aufbauender Bearbeitungsschritte. Diese haben sowohl einen definierten Beginn als auch ein definiertes Ende. Dabei setzt sich, ihrer Ansicht folgend, jeder Prozess im Regelfall aus mehreren Subprozessen zusammen. Jeder Subprozess wiederum besteht aus vielen seriell und parallel ablaufenden Aktivitäten. Eine Aktivität besteht in der Regel aus einer Vielzahl von Einzeltätigkeiten. Anders definiert sind Prozesse wertschöpfende Transformationsvorgänge.

Meiner Meinung nach, besteht das grundsätzlich verbindende Element aller Prozessdefinition, in einem wiederkehrenden Ablauf. Je nach Anwendungskontext stellt sich in der Folge die Frage, wie mit diesem wiederkehrenden Ablauf möglichst effektiv und effizient umgegangen werden kann.

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